5 Life-Hacks die dir helfen, wertschätzender mit Lebensmitteln umzugehen

Der wahre Wert der Lebensmittel und 5 Life-Hacks die dir helfen, wertschätzender mit Essen umzugehen

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Der wahre Wert der Lebensmittel

Wie viel wert sind uns heutzutage Lebensmittel? Laut den bereits genannten Statistiken zu unserer Verschwendungsmentalität  offensichtlich nicht viel. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt der relativ geringe monetäre Wert von Nahrungsmitteln. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt der relativ geringe monetäre Wert von Nahrungsmitteln. Nirgendwo in Europa sind Grundnahrungsmittel so billig, wie in Deutschland. Auch wenn bei uns das Problem der Armut immer noch existiert, treibt sie heute niemanden mehr in die ernsthafte Hungersnot. Das führt nicht gerade dazu, dass Lebensmittel als ein wertvolles Gut betrachtet werden.
Im Gegenteil. Den Armen geben sie keine Befriedigung, denn von Genuss kann keine Rede sein. Sie sichern sich mit der preiswert hergestellten Discounterware aus der Massenproduktion höchstens das Überleben. Den Reichen mögen Nahrungsmittel dagegen paradoxerweise entbehrlich, ja austauschbar erscheinen. Ein Gourmet-Dinner kann zwar schon zu dem Gedanken verführen, dass das Leben lebenswert ist. Ein Nachmittag auf dem Golfplatz mit Freunden ohne Essen verursacht aber die gleichen Regungen. Lässt man das romantische Candelight-Dinner einmal außen vor, erscheint Manchem das Essen im normalen Arbeitsalltag bisweilen sogar lästig. Schließlich hält es es einen von wichtigeren “To-Do’s” ab. Und was einem lästig ist, wird man nicht wertschätzen.

Lebensmittel verdienen unsere Wertschätzung, egal ob frisch oder runzelig

Lebensmittel – zu offensichtlich, um wichtig zu sein

Und so findet sich das eigentliche Problem: die mangelnde Wertschätzung. Lebensmittel gab es immer und es wird sie immer geben, so scheint es. Die Generationen, die eine ernsthaft drohende, ja lebensbedrohliche Lebensmittelknappheit erlebt hatten, sterben in unseren Breitengraden konsequent aus.
Es sind die Senioren, die neben den panischen Anhängern diverser Verschwörungstheorien, heutzutage die größten Lebensmittelvorräte besitzen. Das ist die Generation der Kriegs- und Nachkriegszeit, die sich an ihre Existenzangst noch erinnern können und die infolgedessen trotz oder wegen der Vorräte mit Lebensmitteln verantwortungsvoll umgehen. Diese Handlung resultiert aus der auf eigenen Erfahrungen basierenden Erkenntnis, dass Nahrungsmittel das menschliche Überleben sichern. Für alle anderen dürfte der Zwang aus einem Mangelgefühl übermäßig einzukaufen eigentlich kein Thema sein.
Selbst als im Jahr 2016 die Bundesregierung als Handlungsempfehlungen das Anlegen von Lebensmittelvorräten in ihr Zivilschutzkonzept aufnahm – ein Signal, Lebensmitteln mehr Aufmerksamkeit zu schenken – wurde es in der Öffentlichkeit als Absurdität verstanden, ja als Ankündigung des Weltuntergangs. Die Lage sei doch nicht so dramatisch, um sich um Lebensmittel zu kümmern. Dies könnte wieder ein Beweis sein für die heutzutage allgemein herrschende Einstellung zu den Lebensmitteln: Sie werden meistens nur im Katastrophenfall richtig bewusst wahrgenommen
Wertschätzung geht anders.

Lebensmittel sind wertvoll

Hast du ein Herz für Früchte?

Wenn Lebensmittel nicht mit dem Bauch wertgeschätzt werden, dann vielleicht mit dem Kopf?

Es gibt aber noch eine andere, immer größer werdende Zielgruppe, die den Wert der Lebensmittel immer deutlicher erkennt und immer offensiver gegen das Problem der Lebensmittelverschwendung ankämpft. Die oft mild belächelten und als verrückt bezeichneten Ökos, die an diesem – in der Wahrnehmung der breiten Mehrheit – ach, so abstrakten Begriff der Nachhaltigkeit hängen. Menschen, die sich mit dem Thema bewusst auseinandersetzen, die zweimal nachdenken: Bevor sie einkaufen und bevor sie wegwerfen. Menschen, die erkannt haben, dass der Wahnsinn mit den Lebensmittelabfällen nur mit gesundem Menschenverstand gestoppt werden kann.

Lebensmittel wegwerfen ist dumm – so kannst du es vermeiden

Lebensmittelverschwendung lässt sich nicht von heute auf morgen stoppen. Es ist ein Prozess. Es muss eine Veränderung stattfinden, neue Gewohnheiten wollen etabliert werden. Jeder muss sich selbst überzeugen, dass es sich lohnt und dass er das will.
Der Schlüssel dazu: ein bewusster Umgang damit, was wir kaufen und essen. Wann und wie viel und warum.
Leichter gesagt als getan. Aber in kleinen Schritten und konkreten Handlungen kann es gelingen. Da die Lebensmittelverschwendung bereits beim Einkauf im Supermarkt beginnt, könntest du mit folgenden Tipps und Übungen anfangen, die Welt zu verändern.

Lebensmittel wertschätzen macht Spaß!

Einkaufsliste und Planung beruhigen das Herz ungemein

5 Tipps zum Lebensmittelwertschätzen:

1. Genieße langsam und in kleinen Portionen

Wer langsamer isst, der wird schneller satt. Lass dir Zeit beim Genuss, dann wirst du vielleicht künftig beim Frühstück nur mit einem statt zwei Brötchen rundum zufrieden. Das kommt sowohl deiner Haushaltskasse als auch deiner Figur und deiner Gesundheit zugute. Wenn du schon dabei bist, probiere mal, einen Frühstücksteller für das Mittagessen zu verwenden. Du kannst dir so oft nachschenken wie du willst. Trotzdem wirst du insgesamt weniger Essen, meinen die Statistiker. Große Teller laden nämlich dazu ein, sich viel aufzutun. Mehr, als man eigentlich bräuchte oder Essen wollte.

2. Verfasse wöchentliche Menüs und Einkaufslisten

Dadurch reduzierst du nicht nur die Lebensmittelverschwendung, sondern auch deine Stressbelastung. Mit einem Wochenplan für die Hauptmahlzeit sparst du dir die hektischen Gedanken auf dem Heimweg, was heute im Topf und auf dem Tisch landet. Auch wenn es nicht sofort klappt, kannst du Stück für Stück besser werden. Versuche vor dem Einkauf in Ruhe einzuschätzen, was du wirklich benötigst und wie viel du wirklich aufessen kannst. Wer die gute alte Einkaufsliste anlegt, hat bessere Chancen, weniger Ungewolltes in den Einkaufswagen zu packen als jemand, der planlos in den Supermarkt stiefelt. – statistisch erwiesen. Und mit einer Einkaufsliste wirst du genau wissen, was du wirklich brauchst.

3. Greif zu Bio-Produkten, Markenartikeln und Feinkost

Sie sind teurer und dadurch wird es dir möglicherweise schwerer fallen, sie wegzuschmeißen. Außerdem garantieren sie mehr Genuss und sind wertiger im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln, auch hinsichtlich deiner Gesundheit.

4. Bedien dich bei spontanen Käufen aus der Restekiste

Allein die Bezeichnung ist schon fast abstoßend und sie sehen in den meisten Supermärkten auch nicht besonders einladend aus: Lieblos zusammengeworfen in einer Ecke, mit einem oft roten (also in Warnfarben der besten Sorte) Preisschild, warten die Artikel kurz vor dem Ende ihres Verbrauchsdatums auf gnädige Käufer. Auch wenn sie dadurch minderwertig aussehen, sind sie vollkommen genießbar, qualitativ absolut zufriedenstellend und gesundheitlich unbedenklich. Also greif beherzt zu und rette ein paar Lebensmittel!

5. Unterstütze mit deinen Entscheidungen Initiativen, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen

Klingt nach Anstrengung, hat damit aber wenig zu tun. Wie wäre es, wenn du nach einem langen Tag, anstatt dich im Supermarkt mit Convenience Food zufriedenzugeben, ein leckeres, frisch zubereitetes Essen bei einem Restaurant um die Ecke abholen könntest? Und das mit einem großzügigen Rabatt. Apps wie FairMeals machen es möglich. Dort findest du stets abwechslungsreiches Angebot an schmackhaften Speisen, die du vor der Mülltonne retten kannst. Ein Leckerbissen mit gutem Gewissen.

Autor: Marco Schnell


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